Vor dem letzten Spieltag am vergangenen Sonntag war die Ausgangslage klar: Nur der Tabellenletzte würde absteigen. Die Aalener Sueben gingen als Vorletzter in die Partie gegen den TSV Mannheim III, mit jeweils zwei Punkten Abstand sowohl nach oben als auch nach unten. Aufgrund des schlechteren Torverhältnisses war die Rechnung einfach: Ein Sieg musste her, um den Klassenerhalt aus eigener Kraft perfekt zu machen.
Entsprechend konzentriert gingen die Gastgeber in die Begegnung. Gegen die nur mit wenigen Auswechselspielern angereisten Mannheimer war der Plan, den Ball lange in den eigenen Reihen laufen zu lassen und den Gegner so müde zu spielen. Das gelang zunächst sehr gut. Die Sueben kontrollierten Ball und Spielgeschehen, verbrachten viel Zeit in der gegnerischen Hälfte und ließen den Ball sicher durch die eigenen Reihen laufen. Lediglich der entscheidende Zug in den Schusskreis fehlte noch, sodass klare Torchancen zunächst Mangelware blieben. Die Gäste wurden nur selten über Konter gefährlich.
Im zweiten Viertel schlug Mannheim dann eiskalt zu. Nach einer Strafecke gingen die Gäste mit 1:0 in Führung und nahmen diesen Vorsprung auch mit in die Halbzeitpause.
In der Halbzeit suchten sich die Sueben angesichts der sommerlichen Temperaturen einen schattigen Platz hinter dem Kunstrasen. Die Ansprache war simpel: Einen Gang hochschalten und den Ausgleich schnellstmöglich erzielen. Genau das gelang den Sueben und zwar auf die in den vergangenen Wochen so intensiv trainierte Weise: Nach einem Angriff über die linke Seite war es Peter Geuppert, der zum verdienten 1:1 einschob. Doch die Aalener konnten das Oberwasser nicht wirklich nutzen. Erneut nutzten die Gäste eine Strafecke konsequent aus und stellten den alten Abstand zum 2:1 wieder her. Mit diesem Rückstand ging es in das entscheidende Schlussviertel. Dort zeigten die Rot-Blauen noch einmal ihre ganze Moral. Zunächst erzielte Jürgen Lipp den erneuten Ausgleich zum 2:2, ehe er wenig später sogar den viel umjubelten 3:2-Führungstreffer markierte. Die erste Führung der Sueben an diesem Nachmittag.
Die letzten Minuten hatten es dann allerdings noch einmal in sich. Während Aalen alles dafür tat, den knappen Vorsprung über die Zeit zu bringen, schlugen die Gäste 40 Sekunden vor Schluss erneut per Strafecke zu und glichen zum 3:3 aus. Ein Unentschieden hätte den Sueben im Abstiegskampf nicht geholfen. Ohne zu wissen, wie die Konkurrenz spielte, war klar: Es musste noch ein Treffer her. Die Gastgeber warfen noch einmal alles nach vorne. Über die rechte Seite rollte der letzte Angriff. Der Ball wurde zentral vor den Kreis gebracht und mit einem scharfen Strahl gefährlich in den Schusskreis gespielt. Den ersten Abschluss konnten die Mannheimer noch klären. Doch Spielertrainer Sören Kopelke reagierte am schnellsten, schnappte sich den Abpraller und versenkte ihn 20 Sekunden vor Schluss zum viel umjubelten 4:3-Siegtreffer. Nach dem Wiederanpfiff versuchten die Gäste noch einmal mit einem langen Ball gefährlich in den Schusskreis einzudringen. Doch die Aalener Defensive verteidigte aufmerksam, brachte den Ball nach vorne und die Offensive machte ihn dort fest, ehe der knappe Vorsprung schließlich über die Zeit gebracht wurde.
Mit dem Schlusspfiff war der Jubel grenzenlos. Der Klassenerhalt war aus eigener Kraft geschafft. Wenige Minuten später stand zudem fest, dass der TSV Ludwigsburg seine Partie verloren hatte. Dadurch kletterten die Sueben sogar noch auf den sechsten Tabellenplatz und schließen die Saison mit einer starken Aufholjagd ab. Noch vor wenigen Wochen sah die Situation deutlich düsterer aus: Als Tabellenletzter und nach einer schmerzhaften Niederlage gegen einen direkten Konkurrenten schien der Klassenerhalt in weite Ferne gerückt. Doch mit starken Leistungen in den letzten Wochen kämpfte sich das Team Schritt für Schritt aus dem Tabellenkeller und belohnte sich am Ende mit einem verdienten Ligaverbleib.
Vielen Dank an alle Fans, die uns daheim wie auswärts in den letzten Wochen unterstützt haben. Jede Stimme vom Spielfeldrand hat gezählt!
Ein besonderer Dank gilt auch Spielertrainer Sören Kopelke, der sein Traineramt nach dieser Saison niederlegt. Mit großem Engagement hat er uns in den vergangenen Jahren entscheidend weiterentwickelt und uns nun mit dem entscheidenden Treffer zum Klassenerhalt geführt. Ein besseres Abschiedsgeschenk als Spielertrainer hätte es kaum geben können. Wir hoffen natürlich, auch künftig noch hin und wieder auf seine Unterstützung mit dem Schläger auf dem Platz zählen zu dürfen.
Nun heißt es: Durchatmen und den Erfolg genießen. In der kommenden Saison geht es bereits in das vierte Jahr in der 1. Verbandsliga mit der besonderen Situation, dass die letzten beiden Teams absteigen werden. Da gilt es dann wieder!
Für den HC Suebia spielten: Benjamin Bodamer (TW), Steffen Haase (C), Jürgen Lipp, Lauritz Mahler, Robin Fröschke, Christoph Schacherer, Lukas Baron, Fridolin Wachter, Leon Polino, Leo Arnold, Werner Bosman, Marius Maier, Peter Geuppert, Can Arpaci, Sebastian Blank, Sören Kopelke















